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    01.01.1970

    Das Vermächtnis von Luther & Calvin

    1575 verlässt die Kupfermeisterfamilie Schleicher die Reichsstadt Aachen und errichtet in der Burgstraße den ersten Kupferhof. Ihr folgen in den nächsten Jahren eine Reihe weiterer Familien, deren Namen auch heute noch über Stolberg hinaus bekannt sind: u.a. Lynen, Prym, Pelzer, von Asten und Hösch. Diese Familien verbindet zum einen ihre Tätigkeit als Kupfermeister, zum anderen gehören sie alle einer Glaubensgemeinschaft an – sie sind Protestanten.

    Das 16. Jahrhundert ist gekennzeichnet durch eine christliche Erneuerungsbewegung, an deren Spitze schließlich Martin Luther steht. Den Mittelpunkt bildet dabei die Lehre vom Priestertum aller Gläubigen. Ausgehend von der Kritik an der Ablasspraxis entwickelte Luther eine neue Theologie. Nach seiner Auffassung besteht die Freiheit der Christen darin, keinen Mittler zwischen sich und Gott zu benötigen, da der Mensch durch die Taufe zum Verkünder von Gottes Wort werde.  Als von der Bibel nicht gerechtfertigt verwirft Luther u.a. die Kirchenhierarchie und den Zölibat.

    Neben Luther war es vor allem der Schweizer Calvin, der entscheidend zur Reformation in Europa beigetragen hat. Die Kupfermeister stehen in der Tradition von Calvin, sie sind Reformierte oder Calvinisten. Dieser Umstand ist für die wirtschaftliche Entwicklung des Stolberger Raumes von großer Bedeutung. Neben den naturgegebenen Voraussetzungen wie Galmei, Wasser, Holz war es gerade diese Religion, die die besondere Stellung der hiesigen Messingindustrie begründete.

    Diese Sachverhalte werden bei einem Spaziergang zwischen Vogelsang und Finkenberg erläutert. Zudem erfahren Sie, warum sich in unmittelbarer Nähe zur Burg zwei protestantische Kirchen befinden aber auf der einen ein Schwan, auf der anderen ein Engel steht.

    Termine wieder in 2022

    Eine Anmeldung per Mail unter touristik@stolberg.de ist zwingend erforderlich.

    Preis: 3,50 € pro Person